Der Sportwagen-Hersteller Porsche muss im Abgasskandal befürchten, dass der Manipulationsverdacht nun auch die Benziner erreicht. Aus dem Dieselsegment hat sich das Unternehmen komplett zurückgezogen. Nach eigenen Recherchen besteht aber nun der Verdacht, dass der Panamera und die 911er der Baujahre von 2008 – 2013 mit unzulässigen Abschaltvorrichtungen arbeiten. Besonders brisant: Es sieht so aus, als ob die Schummel-Technik erst nach Zulassung der Typengenehmigung durch das Kraftfahrtbundesamt verbaut wurde. Rechtsanwalt Andreas Schwering: „Das wäre eine vorsätzlich begangene sittenwidrige Täuschung und damit Auslöser für einen umfassenden Schadenersatzanspruch nach § 826 BGB. Ob Porsche die Angelegenheit selbst aufdeckt oder jemand anderes, tut da nichts zur Sache!“

Der Sportwagenproduzent hat das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt, die Stuttgarter Staatsanwaltschaft  sowie die zuständigen Stellen in den USA über die bestehenden Verdachtsmomente informiert, wie die BILD am Sonntag berichtete.

Nach Informationen des Blattes  geht es um Veränderungen, die an der Hard- und Software von 911ern und Panameras der Schadstoffklasse 5 vorgenommen wurden, um Grenzwerte beim Schadstoffausstoß einhalten zu können. Neben Abgasanlagen sollen auch Motorkomponenten betroffen sein.

Andreas Schwering: „Der Benziner-Skandal weitet sich aus: Erst vor einigen Tagen war eine unzulässige Abschaltvorrichtung bei einem Audi Q5 TFSI aufgedeckt worden. Es ist davon auszugehen, dass auch Porsche mit einer Prüfstandserkennung arbeitet – mit welcher genau ist noch unklar.”

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