Jeder Arbeitnehmer hat einen gerichtlich durchsetzbaren Anspruch auf ein in formeller und inhaltlicher Hinsicht ordnungsgemässes, d.h. berufsförderndes wohlwollendes Zeugnis.

Im Idealfall kann das Arbeitszeugnis helfen, schnell einen besser bezahlten Job zu finden. Hierzu bedarf es eines guten bis sehr guten Zeugnisses, das zudem in sich widerspruchsfrei ist. Ein befriedigendes Zeugnis hilft nicht bei der Arbeitsplatzsuche; es ist aber immer noch besser, als der Bewerbung gar kein Arbeitszeugnis beizufügen. Mit der entsprechenden Erfahrung lässt sich jede Formulierung in einem Arbeitszeugnis in eine Schulnote übersetzen. Viele einzelne Noten ergeben am Ende des Zeugnisses eine Gesamtbewertung. Diese Gesamtbewertung wird in der Praxis regelmäßig eingeleitet mit den Worten: “Er/Sie erfüllte die Ihm/Ihr übertragenen Aufgaben…”. Eine Zeugnisnote im schulischen Sinne gibt es nicht, gleichwohl übersetzen zukünftige Arbeitgeber insbesondere die Gesamtbewertung in folgende Schulnoten.

siehe auch Zeugnis

Die Gesamtbewertung … entspricht der Schulnote:

Stets zu unserer vollsten Zufriedenheit = 1 sehr gut
Stets zu unserer vollen Zufriedenheit = 2 gut
Zu unserer vollen Zufriedenheit = 3 befriedigend
Zu unserer Zufriedenheit = 4 ausreichend

Schlechtere Bewertungen kommen praktisch nicht vor, so dass bereits ein Zeugnis der Note 4 zu den schlechtesten zählt.

Das Zeugnis muss frei von Widersprüchen sein, ansonsten ist es „entwertet“. Das Arbeitszeugnis ist nicht ordnungsgemäß, wenn zwingende Inhalte fehlen.?Die Einzelnoten zu bestimmten Bereichen müssen vorhanden sein und in der Summe die Gesamtbewertung ergeben. Auch die Gesamtbewertung darf keinesfalls fehlen. Es dürfen keine Selbstverständlichkeiten hervorgehoben werden. Zudem können Arbeitszeugnisse versteckte, branchenspezifische Botschaften enthalten, die dem mit der Zeugnismaterie nicht vertrauten Leser entgehen. Im Detail ist die Übersetzung in Schulnoten schwierig, wird aber durch eine einheitliche Struktur erleichtert: jede einzelne Note setzt sich aus einem Zeitfaktor und einen Qualitätsfaktor zusammen. Ein Beispiel: Er/ihr Verhalten gegenüber Kollegen war stets einwandfrei. Stets = Zeitfaktor, einwandfrei = Qualitätsfaktor, dies entspricht der Zeugnisnote 2. Sehr gut wäre die Formulierung: stets vorbildlich.

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