Auch vor der eigentlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf Erteilung eines Zeugnisses, das man dann als Zwischenzeugnis bezeichnet, weil es meist zwischen Kündigung und tatsächlicher Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgestellt wird, vgl. auch Kündigungsfristen. Das nach Beendigung ausgestellte Zeugnis müsste man eigentlich deshalb genauer als Endzeugnis bezeichnen. Wenn von Zeugnis gesprochen wird, ist ein Endzeugnis gemeint und i. d. R. kein Zwischenzeugnis.

Das Zwischenzeugnis erfüllt den Zweck, dass sich der Arbeitnehmer aus dem laufenden Beschäftigungsverhältnis heraus bereits bewerben kann, weil er z. B. aufgrund einer bereits ausgesprochenen ordentlichen Kündigung weiß, dass sein Arbeitsverhältnis zum Tag X endet. Anlass für ein Zwischenzeugnis können aber auch z. B. Fortbildungsveranstaltungen sein, bei deren Beginn ein Zeugnis vorgelegt werden muss.

Der Anspruch auf ein Zwischenzeugnis besteht dann, wenn der Arbeitnehmer ein berechtigtes Interesse an der Ausstellung hat oder dies arbeits- bzw. tarifvertraglich vereinbart ist.

 

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