Seit 2012 liefert Volkswagen den T5 auch als Benziner aus. Die TSI-Versionen stehen schon seit Jahren im Verdacht, mit einer oder mehreren unzulässigen Abschaltvorrichtungen zu arbeiten. Auch der T6 wurde anfangs als Benziner ausgeliefert.  Im Zuge der aktuellen Veröffentlichung von Recherche-Ergebnissen, Beweisbeschlüssen und Selbstanzeigen scheint es, als ob der Benziner-Skandal erst seit einigen Wochen ein Thema ist. Allerdings gab es schon seit 2016 immer wieder behördliche Ermittlungen und Hinweise auf mögliche Betroffenheiten. Mit der aktuellen Eigenanzeige kommt Porsche wahrscheinlich nur einer offiziellen Anzeige zuvor.

Bleiben wir beim T5: So berichtete das Handelsblatt mit Hinweis auf Bild am Sonntag-Recherchen zuletzt 2018, dass es für den T5 Benziner sogar eine Bedienungsanleitung für Testfahrer gibt, um auf dem Rollenprüfstand ein optimales Ergebnis in Bezug auf die Schadstoff-Mengen zu erhalten. Durch eine bestimmte Folge von Aktionen wie Warnblinklicht-Einschalten und Gaspedal-Durchtreten konnte das Automatikgetriebe angelernt werden, um deutlich früher zu schalten als später im Normalbetrieb auf der Straße. Nur so konnten die geforderten EU-Grenzwerte eingehalten werden. Dokumentiert wurden und werden solche Details in den Untersuchungsberichten der damit befassten Staatsanwaltschaft. In 2017 gab es auch eine „Kleine Anfrage“ im Bundestag. Hier wurden detailliert auch Fragen zur Lenkwinkelerkennung beantwortet.

Rechtsanwalt Andreas Schwering: „Für unsere Kanzlei steht fest, dass alle Automatik-Versionen der 4-, 6- und 8-Zylinder TFSI oder TSI-Modelle von VW, Audi, Seat und Skoda seit Einführung der Schadstoffklasse 5 vom Benziner-Abgasskandal betroffen sind. Hinzukommen die 6- und 8-Zylinder aus dem 911-er Porsche und aus dem Panamera. Diese konnten offenbar nur durch Manipulationen an der Steuerung der Schaltgetriebe innerhalb der Emissions-Grenzwerte positioniert werden. Es handelt sich übrigens um die Getriebetypen AL551 für die kleineren Motoren und AL951 für die obere Mittelklasse und die Oberklasse.

Schwering: „Die Manipulationen stellen eine vorsätzliche und sittenwidrige Schädigung nach § 826 BGB dar und lösen einen Schadenersatzanspruch aus!“

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